Die Poker Reihenfolge ist schnell erklärt und braucht trotzdem Übung: Zehn Blätter, vom Royal Flush bis zur höchsten Karte, und wer die Reihe sicher kennt, hat den schwersten Teil der Regeln schon hinter sich. Der Rest sind Ausnahmen, und die sind überschaubar. Dieser Ratgeber zeigt die Poker Hände Reihenfolge mit Beispielen, erklärt die Sonderfälle, bei denen am häufigsten gestritten wird, und führt danach durch den Ablauf einer Hand bei Texas Holdem.
Poker Reihenfolge der Blätter im Überblick
Beim Poker gewinnt das Blatt, das in dieser Rangliste am weitesten oben steht. Die Tabelle liest sich von oben nach unten: Platz 1 schlägt alles darunter. Die letzte Spalte zeigt, wie oft das Blatt bei fünf zufälligen Karten vorkommt, gerechnet über alle 2.598.960 möglichen Kombinationen aus einem 52er-Deck.
| Rang | Blatt | Beispiel | Bei fünf Karten |
|---|---|---|---|
| 1 | Royal Flush | A♠ K♠ Q♠ J♠ 10♠ | 1 zu 649.740 |
| 2 | Straight Flush | 9♥ 8♥ 7♥ 6♥ 5♥ | 1 zu 72.193 |
| 3 | Vierling (Four of a Kind) | 8♠ 8♥ 8♦ 8♣ K♣ | 1 zu 4.165 |
| 4 | Full House | Q♠ Q♥ Q♦ 4♣ 4♠ | 1 zu 694 |
| 5 | Flush | K♦ J♦ 9♦ 6♦ 2♦ | 1 zu 509 |
| 6 | Straße (Straight) | 9♠ 8♥ 7♦ 6♣ 5♠ | 1 zu 255 |
| 7 | Drilling (Three of a Kind) | 7♠ 7♥ 7♦ K♣ 2♠ | 1 zu 47 |
| 8 | Zwei Paare | J♠ J♦ 4♥ 4♣ A♠ | 1 zu 21 |
| 9 | Ein Paar | 10♠ 10♥ A♦ 8♣ 3♠ | 1 zu 2,4 |
| 10 | Höchste Karte (High Card) | A♠ J♦ 8♥ 5♣ 3♠ | 1 zu 2,0 |
Wer die Poker Reihenfolge lieber üben als auswendig lernen will, findet unten auf dieser Seite einen interaktiven Handranking-Trainer.
Die Zahlen sind mathematisch exakt, der Straight Flush ist ohne den Royal Flush gezählt (36 Kombinationen), der Royal Flush einzeln (4). Sie geben eine gute Orientierung dafür, warum ein Blatt höher steht: Je seltener es fällt, desto mehr ist es wert.
Die Poker Blätter im Detail: vom Royal Flush bis zur High Card
Der englische Begriff Poker Hand Ranking meint genau diese Rangfolge, und wer nach Poker Hand Ranking sucht, bekommt sie in der Tabelle oben. Damit die Poker Hände Wertigkeit nicht bloß eine Liste bleibt, hier die zehn Blätter mit dem, was in der Praxis dazugehört.
Die oberen vier: Royal Flush, Straight Flush, Vierling, Full House
Der Royal Flush ist das höchste Blatt beim Poker: Zehn bis Ass in einer Farbe, also die höchste Straße im Flush. Es ist kein eigenes Blatt neben dem Straight Flush, sondern dessen Spitze; Royal Flush gegen Royal Flush ist deshalb immer ein Split Pot, weil die Farbe nichts entscheidet.
Ein Straight Flush sind fünf Karten in Folge in einer Farbe, etwa Neun bis Fünf in Herz. Kommen zwei vor, gewinnt der mit der höheren Spitzenkarte. Auch A-2-3-4-5 in einer Farbe zählt als Straight Flush, ist aber der niedrigste.
Beim Vierling halten Sie alle vier Karten eines Wertes. Vier Achten schlagen vier Sechsen, und bei gleichem Vierling entscheidet die fünfte Karte, der Kicker.
Das Full House ist ein Drilling plus ein Paar, zum Beispiel drei Damen und zwei Vieren. Verglichen wird zuerst der Drilling: Drei Neunen mit zwei Zweien schlagen drei Achten mit zwei Assen. Das Paar wird erst gezählt, wenn beide Spieler denselben Drilling haben.
Die Mitte: Flush, Straße, Drilling
Ein Flush sind fünf Karten einer Farbe in beliebiger Reihenfolge. Zwei Flushes vergleichen Sie von der höchsten Karte abwärts: Wer die höhere beste Karte hat, gewinnt; bei Gleichstand zählt die zweithöchste, und so weiter.
Die Straße sind fünf Werte in Folge, die Farben sind egal. Es zählt nur die höchste Karte der Straße: Zehn bis Ass (auch Broadway genannt) ist die höchste, Ass bis Fünf die niedrigste. Zwei Straßen mit derselben höchsten Karte sind gleich stark und teilen den Pot.
Der Drilling ist drei Karten desselben Werts plus zwei beliebige Beikarten. Auch hier gilt: Höherer Drilling gewinnt, bei gleichem Drilling entscheiden die Kicker.
Die unteren drei: Zwei Paare, Ein Paar, High Card
Zwei Paare bestehen aus zwei Paaren verschiedener Werte plus einer Beikarte. Verglichen wird das höhere Paar zuerst, dann das niedrigere, dann der Kicker. Könige und Vieren schlagen also Damen und Buben, weil das höhere Paar zuerst zählt. Haben beide Zehnen und Neunen, gewinnt die bessere Beikarte: Ass schlägt Sieben.
Ein Paar sind zwei Karten desselben Werts, dazu drei Beikarten. Bei gleichem Paar entscheiden die Beikarten nacheinander von hoch nach niedrig. Höchste Karte (High Card) bleibt, wenn nichts zusammenpasst: Dann zählt die höchste der fünf Karten, danach die nächste, bis ein Unterschied da ist. Das höchste Blatt ohne jede Kombination ist A-K-Q-J-9 in verschiedenen Farben, das niedrigste 7-5-4-3-2, weil 5-4-3-2-A und 6-5-4-3-2 schon Straßen sind.
Poker Karten Reihenfolge und Farben: Was schlägt was?
Bevor sich Hände vergleichen lassen, braucht es die Poker Karten Reihenfolge. Sie ist einfach: Ass, König, Dame, Bube, Zehn, Neun, Acht, Sieben, Sechs, Fünf, Vier, Drei, Zwei, vom höchsten zum niedrigsten Wert. Diese Poker Karten Wert Reihenfolge gilt in fast allen Varianten und in allen Blättern. Die Poker Karten Reihenfolge ist damit der einfachste Teil der Regeln.
Das Ass ist ein Sonderfall: Es ist die höchste Karte, kann in der Straße aber auch als Eins ganz unten stehen. Dazu gleich mehr.
Poker Reihenfolge Farben: keine Rangordnung
Häufig gesucht wird die Poker Reihenfolge der Farben, und die Antwort überrascht Einsteiger: Es gibt keine. Pik, Herz, Karo und Kreuz sind beim Poker gleich viel wert. Ein Paar Asse in Herz ist nicht besser als ein Paar Asse in Pik. Die Farbe zählt nur an einer Stelle: Fünf Karten derselben Farbe bilden einen Flush. Beim Vergleich zweier Hände hat die Farbe nie das letzte Wort; sind zwei Hände bis zur letzten Karte gleich, wird der Pot geteilt.
Eine Ausnahme kennt das Spiel nur am Rand: In Seven Card Stud beginnt der Spieler mit der niedrigsten offenen Karte, und bei gleichem Wert entscheidet die Farbe (Kreuz niedrig, dann Karo, Herz und Pik). Das betrifft die Reihenfolge der Aktion, nicht die Stärke der Hände.
Sonderfälle: Straße, Kicker und Split Pot
Die meisten Streitfälle am Tisch drehen sich um dieselben vier Situationen. Sie klären sich mit wenigen Sätzen.
Ist A-2-3-4-5 eine Straße? Und K-A-2-3-4?
Ja, A-2-3-4-5 ist eine Straße. Das Ass zählt hier als Eins, die Straße ist die niedrigste und heißt im Englischen „Wheel“. Sie schlägt einen Drilling, verliert aber gegen jede andere Straße, zum Beispiel 2-3-4-5-6.
K-A-2-3-4 ist dagegen keine Straße. Das Ass darf oben oder unten stehen, aber nicht in der Mitte: Die Folge darf nicht um die Ecke laufen. Bei der Suche nach der Poker Straße König, Ass, 2, 3, 4 lautet die Antwort deshalb: nein, das ist bloß ein Blatt mit höchster Karte As, es sei denn, andere Karten ergeben mehr. Ebenso wenig zählen Q-K-A-2-3 oder J-Q-K-A-2. Beim Poker Straße Regeln lernen reicht dieser eine Gedanke: Straßen laufen von der Zwei bis zum Ass, ohne Wrap-around.
Kicker: wenn zwei dieselbe Art Hand haben
Der Kicker ist die Beikarte, die nicht zum Blatt gehört, aber den Ausschlag gibt. Beispiel: Sie halten A♥ 9♣, Ihr Gegner K♦ 9♦, auf dem Board liegt 9♠ 6♦ 3♣ 2♥ 7♠. Beide haben ein Paar Neunen. Ihre Beikarten sind Ass, Sieben, Sechs; seine König, Sieben, Sechs. Ihr Ass schlägt seinen König, Sie gewinnen. Es zählen immer die besten fünf Karten, und beim Paar ist die Reihenfolge der drei Beikarten entscheidend.
Split Pot: gleichstarke Hände
Sind beide Blätter über alle fünf Karten gleich, teilen die Spieler den Pot. Das passiert häufiger, als viele denken, zum Beispiel wenn die beste Straße schon auf dem Board liegt und niemand sie überbietet. Dann spielen alle das Board, und der Pot wird durch die Zahl der Gewinner geteilt. Bleibt ein Chip übrig, geht er in Live-Spielen üblicherweise an den Gewinner, der im Uhrzeigersinn als Erster links vom Button sitzt; online regelt das die Software des Raums.
Poker was schlägt was: die häufigsten Duelle
Bei der Frage Poker was schlägt was geht es fast immer um dieselben Vergleiche. Die Antworten in Kürze:
- Flush oder Straße höher? Der Flush. Er kommt bei fünf Karten seltener vor (1 zu 509 gegen 1 zu 255) und steht deshalb höher. Die Frage „was ist höher Flush oder Straße“ beantwortet die Seltenheit gleich mit.
- Flush oder Full House? Das Full House. Es steht in der Poker Reihenfolge über dem Flush.
- Drilling oder zwei Paare? Der Drilling. Bei der Poker Reihenfolge Drilling oder Zwei Paare ist die Antwort eindeutig: Drei Gleiche schlagen zwei Paare, egal wie hoch diese sind.
- Drilling oder Full House? Das Full House, weil es aus einem Drilling und einem Paar besteht.
- Was ist höher, ein Paar Asse oder zwei Paare mit Zweien und Dreien? Zwei Paare, denn Zwei Paare stehen als Blatt über einem einzelnen Paar.
- Höchstes Blatt beim Poker? Der Royal Flush. Das niedrigste Blatt ist die höchste Karte, etwa 7-5-4-3-2.
Mit diesen Antworten lässt sich Poker was schlägt was in fast jeder Situation klären. Streitfälle entstehen selten bei der Rangfolge selbst, sondern bei den Beikarten, und die zählen immer von hoch nach niedrig.
Häufige Suchfragen zur Reihenfolge, kurz beantwortet
Wer die Poker Reihenfolge sucht, tippt sehr unterschiedliche Wörter ein. Die Antworten stehen oben, hier nochmals kompakt nach Suchbegriff:
- Poker Blatt Reihenfolge und Poker Blätter Reihenfolge: Beide Begriffe meinen dieselbe Rangliste. Die Poker Blatt Reihenfolge beginnt beim Royal Flush und endet bei der höchsten Karte, die Poker Blätter Reihenfolge ist also die Tabelle oben.
- Poker Reihenfolge Drilling oder Zwei Paare: Der Drilling gewinnt. Die Poker Reihenfolge Drilling oder Zwei Paare ist damit die am schnellsten geklärte Streitfrage.
- Poker Hand Reihenfolge: Die Poker Hand Reihenfolge umfasst zehn Hände. Wer sie nur einmal lesen will, nimmt die Tabelle und merkt sich die Familien.
- Texas Holdem Reihenfolge: Die Texas Holdem Reihenfolge ist keine andere als bei anderen Varianten. Neu ist nur, dass Sie die besten fünf aus sieben Karten bilden. Ebenso gilt die Poker Reihenfolge Texas Holdem für jede Runde: von Royal Flush bis High Card.
- Reihenfolge Poker Karten und Poker Karten Wert Reihenfolge: Vom Ass abwärts bis zur Zwei. Die Reihenfolge Poker Karten gilt für jedes Blatt, und die Poker Karten Wert Reihenfolge ändert sich nicht, egal in welcher Farbe.
- Poker Farben Reihenfolge und Poker Reihenfolge Farben: Es gibt keine. Die Poker Farben Reihenfolge ist gleichrangig, und auch die Poker Reihenfolge Farben bleibt beim Vergleich zweier Hände ohne Wirkung.
- Reihenfolge beim Pokern: Erst zählt das Blatt, dann die Beikarten, nie die Farbe. Die Reihenfolge beim Pokern folgt immer diesem einen Muster.
- Poker was ist höher: Das Blatt, das in der Tabelle weiter oben steht. Bei der Frage Poker was ist höher hilft die Seltenheit als Faustregel.
- Was ist höher Flush oder Straße: Der Flush. Auch wer Flush oder Straße höher sucht, liest dieselbe Antwort.
- Poker Straße Regeln: Fünf Werte in Folge, Farben egal. Die Poker Straße Regeln lassen sich in einem Satz sagen: Das Ass steht oben oder unten, aber nie in der Mitte.
- Poker Straße König As 2 3 4: Keine Straße, denn die Folge läuft über das Ass hinweg. Wer nach Poker Straße König As 2 3 4 sucht, findet meist die Antwort A-2-3-4-5 als niedrigste Straße.
- Höchstes Blatt Poker: Der Royal Flush. Wer nach „Höchstes Blatt Poker“ sucht, meint ebenfalls ihn; das niedrigste ist die höchste Karte 7-5-4-3-2.
- Poker wer fängt an: Vor dem Flop der Spieler links vom Big Blind, danach der erste aktive links vom Button. Die Frage Poker wer fängt an hat also zwei Antworten, je nach Setzrunde.
Regeln bei Texas Holdem: der Ablauf einer Hand
Texas Holdem ist die verbreitetste Pokervariante und Grundlage der Poker Reihenfolge für Anfänger. Die Poker Reihenfolge Texas Holdem folgt der gezeigten Rangliste; neu ist der Ablauf. Das Spiel läuft in einer festen Abfolge:
- Dealer-Button und Blinds. Der Dealer-Button wandert nach jeder Hand einen Platz im Uhrzeigersinn weiter. Der Spieler links vom Button setzt den Small Blind, der nächste den Big Blind, meist doppelt so hoch. Die Blinds sind Pflichteinsätze, damit in jeder Hand schon etwas im Pot liegt.
- Hole Cards. Jeder Spieler erhält zwei verdeckte Karten.
- Preflop. Die erste Setzrunde. Wer fängt an? Beim Poker fängt vor dem Flop der Spieler links vom Big Blind an, der auch Under the Gun heißt. Small Blind und Big Blind haben schon gesetzt und handeln entsprechend später; der Big Blind darf bei fehlender Erhöhung checken.
- Flop. Drei Gemeinschaftskarten werden offen ausgelegt, es folgt die zweite Setzrunde.
- Turn. Die vierte Gemeinschaftskarte, dritte Setzrunde.
- River. Die fünfte und letzte Karte, vierte Setzrunde.
- Showdown. Sind nach der letzten Runde noch mehrere Spieler dabei, decken sie auf. Die beste Hand gewinnt den Pot.
Nach dem Flop beginnt der erste noch aktive Spieler links vom Button, meist der Small Blind. Nur heads-up, also zu zweit, ist es anders: Dort setzt der Button den Small Blind, beginnt vor dem Flop und ist danach als Letzter dran.
In jeder Setzrunde stehen Ihnen vier Aktionen offen. Ist noch nichts gesetzt, können Sie checken (weitergeben ohne Einsatz) oder setzen (Bet). Hat jemand gesetzt, können Sie mitgehen (Call), erhöhen (Raise) oder aussteigen (Fold). Wer alle Chips setzt, geht All-in. Gespielt wird meist No Limit: Erhöhungen müssen mindestens so groß sein wie die letzte Erhöhung, nach oben gibt es bis zum eigenen Stack keine Grenze. Daneben gibt es Pot Limit und Fixed Limit.
Zwei Wege führen zum Sieg: die beste Hand am Ende oder der Ausstieg aller anderen.
Regeln beim Showdown: welche Karten zählen
Beim Showdown bilden Sie die beste Hand aus fünf Karten, aus Ihren zwei Hole Cards und den fünf Karten auf dem Board. Sie müssen nicht beide Karten benutzen; manchmal ist auch das Board allein die beste Hand, dann sprechen wir von „Play the Board“. Damit bleibt die Poker Reihenfolge Texas Holdem unverändert, aber die Auswahl der besten fünf aus sieben Karten macht Anfängern anfangs Mühe. Ein Beispiel: Sie halten K♥ 5♥, auf dem Board liegen Q♥ 9♥ 2♥ 9♣ 4♠. Sie haben einen Flush in Herz mit K-Q-9-5-2, das Paar Neunen auf dem Board steht in der Rangliste weiter unten.
Bei Omaha ist es anders: Dort halten Sie vier Karten und müssen genau zwei davon plus genau drei vom Board benutzen. Die Rangliste der Blätter bleibt dieselbe.
Wahrscheinlichkeiten: wie oft welches Blatt kommt
Die Tabelle oben nennt die Häufigkeiten bei fünf Karten. Beim Texas Holdem wählen Sie aber aus sieben Karten die besten fünf, deshalb steigen die Chancen. Über alle 133.784.560 möglichen Siebener-Kombinationen ergeben sich diese Anteile, gerundet:
- Höchste Karte: rund 17,4 %
- Ein Paar: rund 43,8 %
- Zwei Paare: rund 23,5 %
- Drilling: rund 4,83 %
- Straße: rund 4,62 %
- Flush: rund 3,03 %
- Full House: rund 2,60 %
- Vierling: rund 0,17 %
- Straight Flush ohne Royal Flush: rund 0,028 %
- Royal Flush: rund 0,0032 %, also einmal in 30.940 Siebener-Kombinationen
Vor dem Flop gelten andere Zahlen: Ein bestimmtes Taschenpaar wie A-A bekommen Sie einmal in 221 Händen, irgendein Taschenpaar einmal in 17 Händen. Wer nach dem Flop vier Karten zum Flush hält, hat neun Outs; bis zum River trifft er den Flush in rund 35 Prozent der Fälle. Diese Werte sind mathematisch berechnet, sie sagen aber nichts über das nächste Blatt: Jede Hand ist unabhängig von der vorigen.
Regeln in anderen Varianten: gilt dieselbe Reihenfolge?
Für die meisten Holdem- und Omaha-Varianten ja. Die Reihenfolge der zehn Blätter gilt bei Texas Holdem, Omaha und Seven Card Stud gleichermaßen. Abweichungen gibt es bei Short Deck (6+ Holdem): Weil mit nur 36 Karten gespielt wird, sind bestimmte Blätter häufiger oder seltener, und viele Räume stellen deshalb die Rangfolge um: Dort steht dann ein Flush über dem Full House. Prüfen Sie die Regeln des jeweiligen Raums, bevor Sie an einem Short-Deck-Tisch Platz nehmen. Bei Razz und anderen Lowball-Spielen gewinnt dagegen die niedrigste Hand, dort dreht sich die Logik um.
So merken Sie sich die Poker Reihenfolge
Die zehn Blätter lassen sich in drei Familien einteilen, und das macht die Poker Hände Reihenfolge leichter zu behalten. Die erste Familie besteht aus gleichen Werten: Paar, Zwei Paare, Drilling, Full House und Vierling. Je mehr Karten denselben Wert haben, desto höher das Blatt. Die zweite Familie sind Reihen und Farben: Straße, Flush und Straight Flush. Die dritte ist die höchste Karte, wenn nichts zusammenpasst.
Die Poker Hände Wertigkeit innerhalb der Familien folgt der Seltenheit. Der Vierling ist unter den gleichen Werten am seltensten, der Straight Flush unter Reihen und Farben. Vergessen Sie nur eine Stelle nicht: Zwischen Full House und Drilling stehen Flush und Straße, obwohl beide zur anderen Familie gehören. Wer den Flush als „Farbe schlägt Reihe“ im Kopf hat, liegt richtig.
Ein zweites Hilfsmittel ist das Üben an echten Beispielen: fünf zufällige Karten legen und laut benennen, welches Blatt es ist. Unsere Pokerschule mit Kalle trainiert dasselbe im Spiel, mit Quizfragen zu genau diesen Vergleichen.
Häufige Fehler beim Bewerten einer Hand
Einige Irrtümer wiederholen sich am Tisch immer wieder:
- Den Kicker vergessen. Zwei Spieler halten ein Paar Könige, und der mit der besseren Beikarte gewinnt.
- Eine Straße „um die Ecke“ zählen. Q-K-A-2-3 ist keine, siehe oben.
- Zwei Karten der Hand für Pflicht halten. Bei Texas Holdem zählen die besten fünf aus sieben, nicht zwingend beide Hole Cards.
- Die Farbe für ein Tiebreak-Kriterium halten. Sie ist es nicht.
- Flush und Straße verwechseln, wenn beide auf dem Board liegen. Prüfen Sie erst, ob jemand einen Straight Flush hat.
Online wertet die Software die besten fünf Karten automatisch aus.
Poker Regeln online: Lizenz, Limit und Kontrolle
Die Regeln des Spiels sind überall gleich, der rechtliche Rahmen nicht. Zu den Besonderheiten am Online-Tisch lesen Sie ergänzend die Online-Poker Regeln bei onlinecasinosdeutschland.com.
Wer in Deutschland um Echtgeld spielt, braucht einen Anbieter mit Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021. Aufsichtsbehörden wie die Malta Gaming Authority oder die UK Gambling Commission vergeben Lizenzen an Pokerräume in ihren Ländern, ersetzen die deutsche Erlaubnis aber nicht. Auf der Whitelist der GGL stehen am 29.09.2026 fünf Online-Poker-Anbieter, unter anderem PokerStars, GGPoker und 888poker. Die Übersicht dazu und den Weg von der Registrierung bis zur ersten Hand finden Sie auf der Startseite unter Online Poker spielen in Deutschland.
Für alle Anbieter gilt das gesetzliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat, technisch durchgesetzt über LUGAS, und die Prüfung gegen das Sperrsystem OASIS. Wer das Spiel zunächst ohne Geld üben will, spielt in unserer Pokerschule gegen drei Bots mit Spielgeld. Und wenn das Spielen nicht mehr Spaß macht, gibt es Informationen zu verantwortungsvollem Spielen.
Eine Faustregel aus der Pokerschule zum Schluss: Bei einem Flush-Draw mit neun Outs schätzen Sie die Chance auf die nächste Karte mit „Outs mal zwei“ auf rund 18 Prozent. Exakt sind es 9 von 47 Karten, also gut 19 Prozent.
Übung: Welche Hand gewinnt?
Zwei Hände, eine Frage. Nach jeder Antwort steht, warum die eine Hand die andere schlägt.
Welche Hand gewinnt?
