Full Tilt Poker existiert nicht mehr. Am 25.02.2021 stellte PokerStars Marke und Software ein, die verbliebenen Konten wurden auf die Hauptplattform von PokerStars übertragen. So berichtete es PokerNews. Die Adressen fulltilt.com und fulltilt.eu leiten heute auf pokerstars.com weiter (Stand 29.09.2026). Auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) steht Full Tilt nicht. Wer fragt, ob Full Tilt Betrug oder seriös ist, bekommt darum eine Statusantwort: eingestellt und ohne GGL-Erlaubnis.
Was Full Tilt Poker war
Full Tilt war über viele Jahre ein eigenständiger Pokerraum, der später zu PokerStars gehörte. PokerNews erinnert in seinem Artikel an die Vorgeschichte: Nach dem Black Friday 2011 fehlte laut Bericht eine Summe von rund 300 Millionen Dollar in den Spielerkonten, bevor PokerStars die Vermögenswerte übernahm. Im Jahr 2016 wurden laut PokerNews die Spielerpools von Full Tilt und PokerStars zusammengelegt. PokerStars begründete die Abschaltung 2021 damit, dass die Arbeit an der eigenen Software und am eigenen Kundenerlebnis nicht genug Ressourcen für die Weiterentwicklung von Full Tilt gelassen habe.
Die maltesische Lotterie- und Glücksspielbehörde führt ein öffentliches Verzeichnis maltesischer Erlaubnisse. Eine deutsche Poker-Erlaubnis lässt sich dort nicht ablesen, denn die vergibt in Deutschland allein die GGL.
Der Status heute
Belegt sind für den 29.09.2026 drei Dinge. Die Marke und Software sind seit dem 25.02.2021 eingestellt. Die früheren Adressen leiten auf pokerstars.com weiter, die internationale Seite von PokerStars. Und Full Tilt steht nicht auf der GGL-Whitelist. Von den heutigen Erlaubnisinhabern ist PokerStars einer: Die Reel Germany Limited hat seit 22.03.2023 eine GGL-Erlaubnis für pokerstars.de.
Warum deutsche Spieler dort nicht spielen können und nicht sollten
Die Weiterleitung führt auf pokerstars.com, und das ist nicht das Angebot für Deutschland. PokerStars schreibt in seiner Hilfe: Spieler aus Deutschland können nur bei PokerStars.DE spielen und müssen die eigene PokerStars.DE-Software nutzen. Wer über einen alten Full-Tilt-Link auf der internationalen Seite landet, ist deshalb nicht am richtigen Ort. Der lizenzierte Weg führt über pokerstars.de.
Zum Nichtsollen: Online-Poker darf in Deutschland nur mit einer GGL-Erlaubnis angeboten werden, und Full Tilt steht dort nicht. Ob eine Seite unter dem Namen Full Tilt heute noch Einzahlungen annimmt, wissen wir nicht. Sie hätte mit der eingestellten Marke von 2021 nichts zu tun und keine deutsche Erlaubnis.
Eine Weiterleitung von einer alten Marke auf eine große Seite ist kein Beleg für ein legales Angebot. Sie zeigt nur, wohin der Betreiber den Verkehr lenkt. Ob Sie in Deutschland spielen dürfen, entscheidet allein, ob die konkrete Domain auf der Whitelist steht. Bei pokerstars.de ist das der Fall, bei pokerstars.com für deutsche Spieler nicht.
Was mit alten Konten ist
Die verbliebenen Full-Tilt-Konten wurden laut PokerNews zum 25.02.2021 auf die Hauptplattform von PokerStars übertragen. Der Artikel sagt, dass sich für die Spieler dadurch nicht viel Wesentliches ändern sollte. Was mit Turniertickets oder Guthaben aus Full-Tilt-Serien geschah, nennt der Artikel nicht, und dazu haben wir keine belegte Aussage. Wer heute in Deutschland ein PokerStars-Konto hat, spielt bei PokerStars.DE. Nach der Hilfeseite von PokerStars können Spieler aus Deutschland nur dort spielen.
Legale Alternativen
Der direkte Nachfolger ist der PokerStars Test: PokerStars.de mit GGL-Erlaubnis seit 22.03.2023. Daneben sind erlaubt:
- GGPoker, GGL-Erlaubnis seit 25.11.2022
- 888poker, GGL-Erlaubnis seit 24.01.2023
- partypoker, GGL-Erlaubnis seit 10.11.2022
Der fünfte erlaubte Anbieter ist bwin (Deutschland) Limited, Erlaubnis seit 14.11.2022. Einsteiger üben in der Pokerschule mit Spielgeld, und wer Blätter und Ablauf nachlesen will, findet sie in den Poker-Regeln.
Für alle erlaubten Anbieter gilt das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat, anbieterübergreifend.
