PKR Poker ist seit Mai 2017 vom Netz. Der Anbieter stellte den Betrieb wegen „financial difficulties“ ein, wie PokerNewsDaily damals berichtete. PKR Limited und PKR Technologies beantragten laut diesem Bericht beim Gericht in Großbritannien Administrationsverfahren. Die Domain pkr.com hat heute keinen DNS-Eintrag, und auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) steht PKR nicht (Stand 29.09.2026). Die Frage „Betrug oder seriös?“ beantwortet sich sachlich: PKR ist eingestellt, in Deutschland kann dort niemand mehr spielen, und eine GGL-Erlaubnis besitzt PKR nicht.
Was PKR war
PKR war ein Online-Pokerraum, hinter dem die britischen Gesellschaften PKR Limited und PKR Technologies standen. Der Bericht von PokerNewsDaily zum Ende des Angebots nennt außerdem, dass PKR ab März 2016 im Netzwerk von Microgaming gehostet wurde. Als sich die Lage zuspitzte, zog Microgaming seine Unterstützung zurück.
Der Status heute
Belegt sind drei Dinge, jeweils Stand 29.09.2026. Erstens: Die Einstellung im Mai 2017, dokumentiert von PokerNewsDaily (Bericht von Anfang Mai 2017, laut dem die Abschaltung am Wochenende davor erfolgte). Zweitens: Die Domain pkr.com löst nicht mehr auf. Drittens: PKR ist nicht auf der GGL-Whitelist verzeichnet.
Was mit den Spielerkonten war
Wichtig ist eine Aussage aus dem Bericht: Laut Microgaming lag das Spielerguthaben bei PKR und nicht beim Netzwerk. PokerNewsDaily schrieb damals, dass Spieler nicht mehr an ihre Konten kamen und die Aussichten auf Rückzahlung ungünstig aussahen. Wie die Verfahren in Großbritannien weitergingen und ob Spieler Geld zurückbekamen, konnten wir nicht belegen und schreiben es deshalb nicht.
Das Beispiel zeigt, warum die Frage nach der Erlaubnis nicht theoretisch ist. Bei einem lizenzierten deutschen Anbieter prüft die GGL die Erlaubnis und die Einhaltung der Auflagen. Bei PKR dagegen lief das Verfahren über britische Gerichte, mit einem Netzwerk, das sich für das Spielerguthaben nicht zuständig erklärte. Für alte PKR-Einzahlungen hilft heute allenfalls der Blick in den eigenen Zahlungsverlauf, etwa bei PayPal, um zu dokumentieren, was einmal eingezahlt wurde.
Was der Fall über Anbieter lehrt
Drei Fragen lassen sich an jeden Pokeranbieter stellen. Wer betreibt die Seite, und steht der Betreiber auf der GGL-Whitelist? Liegt das Spielerguthaben beim Anbieter oder bei einem Dritten, und was sagen die Bedingungen dazu? Und gibt es eine deutsche Aufsicht, an die Sie sich bei Streit wenden können?
Die erste Frage beantwortet die Whitelist in Sekunden. Die zweite steht in den Geschäftsbedingungen des Anbieters, die man vor der ersten Einzahlung lesen sollte. Die dritte hat für erlaubte Anbieter eine klare Antwort: die GGL, die Betreiber, Domains und Erlaubnisdaten öffentlich führt.
Warum deutsche Spieler dort nicht spielen können und nicht sollten
Nicht können, weil PKR nicht mehr existiert. Nicht sollten, weil Online-Poker in Deutschland nur mit GGL-Erlaubnis angeboten werden darf und die Whitelist genau fünf Unternehmen dafür führt. PKR gehört nicht dazu. Wer heute Seiten findet, die unter dem Namen PKR Einzahlungen annehmen, hat es nicht mit dem früheren Anbieter zu tun.
Legale Alternativen
Erlaubt sind in Deutschland derzeit fünf Anbieter. Zu vier gibt es eigene Tests:
- PokerStars, GGL-Erlaubnis seit 22.03.2023
- GGPoker, GGL-Erlaubnis seit 25.11.2022
- 888poker, GGL-Erlaubnis seit 24.01.2023
- partypoker, GGL-Erlaubnis seit 10.11.2022
Der fünfte Anbieter ist bwin (Deutschland) Limited mit Erlaubnis seit 14.11.2022. Neulinge beginnen mit Spielgeld in der Pokerschule und lesen die Poker-Regeln.
Ebenfalls eingestellt ist Titan Poker. Bei Full Tilt wurden die Konten 2021 zu PokerStars übertragen.
